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Keyword-Recherche Praxis: die richtigen Suchbegriffe finden

Wenn Patienten einen Arzt, Therapeuten oder eine Praxis suchen, tippen sie bestimmte Begriffe bei Google ein. Wer diese Begriffe kennt und auf seiner Website verwendet, wird gefunden. Die Keyword-Recherche ist der erste und wichtigste Schritt jeder Suchmaschinenoptimierung. Dieser Beitrag zeigt Ihnen praxisnah und ohne Fachchinesisch, wie Sie die richtigen Suchbegriffe für Ihre Praxis finden.

Was Keyword-Recherche eigentlich bedeutet

Keyword-Recherche heißt schlicht: herausfinden, mit welchen Wörtern Ihre potenziellen Patienten nach Ihrer Leistung suchen. Diese Wörter – die „Keywords" – bilden die Brücke zwischen der Suchanfrage bei Google und Ihrer Website.

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Begriffe zu sammeln, sondern die richtigen: solche, die zu Ihrem Angebot passen und die Menschen tatsächlich eingeben. Für eine Praxis sind das fast immer Begriffe mit lokalem Bezug.

Denken wie Ihre Patienten

Der wichtigste Perspektivwechsel: Suchen Sie nicht nach Fachbegriffen, sondern nach den Wörtern, die Laien verwenden.

Erstellen Sie eine erste Liste, indem Sie sich fragen:

Die verschiedenen Arten von Suchbegriffen

Nicht jedes Keyword ist gleich. Für Praxen sind vor allem drei Typen relevant.

Leistungsbezogene Keywords

Sie beschreiben, was Sie anbieten – zum Beispiel „Zahnreinigung", „Vorsorgeuntersuchung" oder „Physiotherapie".

Lokale Keywords

Sie verbinden die Leistung mit einem Ort: „Zahnarzt München", „Hausarzt Köln Innenstadt". Diese Begriffe sind für Praxen am wertvollsten, weil Patienten fast immer in ihrer Nähe suchen.

Longtail-Keywords

Längere, spezifische Suchanfragen wie „Kinderarzt mit Samstagssprechstunde Hamburg". Sie werden seltener gesucht, führen aber zu sehr passenden Anfragen, weil die Absicht klar ist.

Keyword-TypBeispielBesonderheit
Leistungsbezogen„Wurzelbehandlung"Beschreibt das Angebot
Lokal„Zahnarzt Leipzig"Höchste Relevanz für Praxen
Longtail„Zahnarzt Angstpatienten Leipzig"Sehr gezielte Anfragen

Suchbegriffe systematisch sammeln

Sie müssen die Begriffe nicht raten. Mehrere kostenlose Quellen zeigen Ihnen, wonach Menschen wirklich suchen.

Google-Autovervollständigung nutzen

Tippen Sie den Anfang Ihres Begriffs bei Google ein – etwa „Hautarzt " – und beobachten Sie die Vorschläge. Diese stammen aus echten Suchanfragen und sind eine der besten Ideenquellen.

„Ähnliche Fragen" und verwandte Suchen

Unter vielen Suchergebnissen zeigt Google den Kasten „Ähnliche Fragen" sowie am Seitenende „Ähnliche Suchanfragen". Beide verraten, was Ihre Zielgruppe zusätzlich beschäftigt.

Kostenlose Keyword-Werkzeuge

Es gibt Werkzeuge, die Suchbegriffe und deren ungefähre Häufigkeit anzeigen. Der Google Keyword-Planer (Teil von Google Ads) liefert erste Anhaltspunkte; auch andere Anbieter bieten kostenlose Basisversionen. Für eine Praxis reicht meist eine überschaubare, sorgfältig gepflegte Liste.

Von den Patienten selbst lernen

Ihre besten Keyword-Ideen kommen oft aus dem Alltag: Mit welchen Worten schildern Anrufer ihr Anliegen? Danach suchen sie wahrscheinlich auch online.

Die richtigen Keywords auswählen

Aus Ihrer gesammelten Liste wählen Sie nun die vielversprechendsten aus. Drei Kriterien helfen:

Für eine Praxis gilt fast immer: Lieber gezielt auf lokale und leistungsbezogene Begriffe setzen als auf breite, hart umkämpfte Einzelwörter.

Keywords sinnvoll auf der Website einsetzen

Die schönste Recherche nützt nichts, wenn die Begriffe nicht an den richtigen Stellen auftauchen.

Ein häufiger Fehler ist, alle Keywords auf die Startseite zu packen. Besser: eine klare Struktur, in der jede Seite ein Thema und ein Haupt-Keyword abdeckt.

Häufige Fragen

Wie viele Keywords brauche ich für meine Praxis? Weniger, als viele denken. Oft genügen eine Handvoll gut gewählter Begriffe pro Leistung, kombiniert mit Ihrem Standort. Qualität und Passung schlagen Masse.

Muss ich für die Recherche bezahlen? Nein. Die Google-Autovervollständigung, verwandte Suchen und kostenlose Basiswerkzeuge reichen für die meisten Praxen völlig aus.

Wie oft sollte ich die Keywords überprüfen? Ein bis zwei Mal im Jahr ist ein guter Rhythmus. Achten Sie auch darauf, ob sich Ihr Leistungsangebot geändert hat – dann sollten neue Begriffe hinzukommen.

Was, wenn mein Fachbegriff kaum gesucht wird? Dann suchen Ihre Patienten wahrscheinlich mit anderen Worten. Nutzen Sie die Laien-Begriffe und Symptome, die tatsächlich eingegeben werden.

Fazit

Eine gute Keyword-Recherche ist die Grundlage dafür, dass Ihre Praxis bei Google gefunden wird. Denken Sie wie Ihre Patienten, sammeln Sie systematisch echte Suchbegriffe, wählen Sie die relevanten und lokalen Begriffe aus und setzen Sie sie natürlich auf klar strukturierten Seiten ein.

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